RUMS # 26- Shirt am Strand

29. Juni 2017 5 Von Arlette
Mein SPO-RUMS steht noch aus. Ich hab dieses Jahr ein bißchen länger gebraucht, weil es mir so schwer gefallen ist, dort wieder wegzufahren, dass ich die Bilder eine Weile lang erstmal nicht anfassen mochte. Ich neige ja nun ohnehin zur Melancholie, aber wenn die Gemütsgroßwetterlage längerfristig schon eher dunkel ist, mag ich es mir nicht noch zusätzlich schwer machen. 
Jetzt aber. Dieses Jahr haben wir es aus Gründen nur geschafft, das eine von zwei extra für den Urlaub genähten Teilen zu fotografieren – für das zweite wurde es dann leider nicht mehr warm und trocken genug. 
Aber das “just another tee”Shirt aus lange gehüteten Pusteblumen von den Selbermachern hat es geschafft, vor meiner Lieblingskulisse von meiner Lieblingssusi geknipst zu werden. 
 Ich mag das mit den überschnittenen Ärmeln. Es näht sich schnell und sieht auch an meinem ziemlich breiten Kreuz gut aus.
 Der Ausschnitt ist auch genau meins, nicht zu tief, aber schön sommerlich. Leider hab ich ihn auf der anderen Seite versemmelt, aber das seht ihr auf dem Foto nicht, und ich mach den Abschluß nochmal neu. Aufgetrennt immerhin hab ich schon.
 Der Baum in Sankt Peter Ording – DIE Yogapose schlechtweg seit 2012.
 Lieblingslilo, auch mit RUMS. Zu sehen bei verstrickt und zugenäht. Hab ich schonmal gesagt, wie wunderbar es ist, Freundinnen zu haben, die einfach da sind? Denen ich nix erklären muß, weil sie mich einfach schon so lange kennen? Danke, Mädels ♥
 Und das hier ist die andere Klamotte. Ein Vlieland. Aus ebenfalls sehr lange gehütetem Lillestoff.
 Mit der Mini zumindest bis zum Knöchel in der Nordsee.
 Ein Füßeselfie. Für mehr hat es nicht gereicht, der RUMS dazu wird nachgereicht.
 Dienstagmittag, 06. Juni, kurz bevor der Himmel aufgemacht hat. Ich mag solches Wetter, zumindest, wenn ich draußen sein kann, am liebsten am Meer.
Wenn es pustet, die Luft nach Salz und Regen riecht, und dann die Tropfen fallen, erst ein bißchen, und dann wolkenbruchartig, und ich steh mittendrin – dann fühle ich mich sehr, sehr lebendig und einfach ganz und gar DA. Ich kann das schlecht beschreiben, aber meine Therapeutin hat mir mal gesagt, einer der (zugegebenermaßen sehr wenigen) Vorteile, die die Depression mit sich bringe, könne die Fähigkeit sein, besonders schöne Momente dann eben auch besonders intensiv wahrzunehmen, und sich lange, lange daran zu erinnern, mit allen Sinnen. Das erscheint mir fair, die besonders leeren und toten Momente sind schließlich auch eindrücklich. Da darf ein bißchen Ausgleich sein. Und wenn dann noch der Soundtrack im Kopf gerade dazupasst, dann kommt so ein Moment schon sehr nah ran an absolutes Glücklichsein.
Oder, um die Frage der Liese “warum tanzt du im Regen über den Sand, Mama? Das sieht voll bescheuert aus” zu beantworten: weil ich es kann, mein Kind. Und weil es diese Momente sind, und die Erinnerung an sie, die das Leben auch dann erträglich machen, wenn ich das große “nichts” kaum noch aushalten kann. 
Jeder braucht Seelenorte, glaube ich. Ich bin sehr froh, dass meiner in erreichbarer Entfernung liegt.