Der Lemming lacht oder: Popup, Exemplare I – III

Der Lemming lacht oder: Popup, Exemplare I – III

22. Februar 2018 10 Von Arlette
Ich brauch die Taschenspieler 4 nicht. Ich doch nicht. Ich hab ja von der drei bisher erst ein Modell genäht, und von der zwei auch, und überhaupt, wann näh ich schonmal Taschen, ich hab eh zuwenig Zeit. Und einen sew-along mach ich schon gleich zweimal nicht mit, mit Taschen oder wie, ich bin doch nicht bescheuert, so viel Zeit hab ich nicht…
Äh. Ja. Vielleicht sollte ich dann auch keine Blogs mehr lesen, und kein Instagram mehr gucken
 Aber als ich bei Gesine die ersten Popup-Täschchen gesehen hab, wußte ich schon, das wird nichts, mit meinen guten Vorsätzen.

Mein Lemming lacht jedenfalls immernoch.

Weswegen ich heute die PopupTäschchen I, II und III zeige und zumindest in der ersten Runde vom sew-along bei Emma auch dabei bin. 

Ich liebe diese Form. Da ist so viel Platz drin, einfach genial. Und es lassen sich ganz hervorragend Musterstoffe in Szene setzen, diesen hier mit den Kronkorken mußte ich dringend haben, und dann wußte ich ewig nicht, was daraus werden soll. Bis jetzt.
Himbeer-weiße Streifen als Innenleben, ein türkiser Reißverschluß. Kein Schnickeldi, das wäre bei dem Stoff zuviel, finde ich.
Mag ich. 

 Streifen gehen einfach immer. 
 
Besonders toll finde ich die gefalteten Ecken auf den Seiten, auch wenn sie mir bei diesem Exemplar leider nicht ganz exakt gelungen sind. Ich übe noch, es wird ganz mit Sicherheit noch ungefähr drölfzig weitere Popups geben.

 Noch eine, fast genauso, aber mit gelb-weißen Streifen als Innenleben. Auch schön. Ich spiel dann mit der Liese Schnickschnackschnuck darum, wer welche haben darf. Entscheiden kann ich mich nicht, und sie auch nicht.
 Ich habe den Außenstoff auf H630 aufgebügelt, das hat gut geklappt und macht einen “weichen” Stand. Damit lässt sich die Popup gut kleinfalten, hat aber im aufgeklappten Zustand genug “Eigenstand”, um nicht zusammenzusacken. Das gefällt mir gut. Das aufklappen und Ecken richtig falten finde ich gar nicht mal so easy, aber das wird schon noch.

 Meine erste. Da habe ich den Außenstoff auf “the famos Bodenwischtuch” aufgenäht, und auch das klappt prima. Dieser Stoff hat auf diesen Schnitt gewartet, und dieses Täschchen ist sowas von meins, dass es mein dieswöchiger RUMS ist. Ich liebe es. Das Innenleben sind weiße dots auf kohlegrau, passt sehr schön. 

 Hier hat das mit den Ecken gut funktioniert, sie treffen exakt aufeinander. Mein Perfektionist sitzt mir schon wieder auf der Schulter und nörgelt mir ins Ohr, dass das bei den Kronkorken ja lange nicht so schön aussieht, aber dem klebe ich glaube ich gleich Gaffa über den Mund, damit er nicht nervt. Wieder auftrennen kommt jedenfalls nicht in Frage. 
 Bereits in Gebrauch. Sehr praktisch, so habe ich meinen ganzen Kram, den ich beim patchworknähen immer brauche (sieht jemand den Nahttrenner gleich obenan…) auf einem Fleck. Ohne festen Nähplatz sind solche kleinen Ordnungshelfer wirklich unverzichtbar.

 So. Noch ein sewalong, damit es mir beim quiltalong von 6k12b nicht schon ab dem 20. fad wird, oder so ähnlich? Die Stunden 25-27 des Tages wollen ja schließlich auch gefüllt sein, näch? Ich habe keine Ahnung, wieviele Taschen ich letztlich wirklich mitnähe, aber ich habe letztes Jahr gelernt, dass es mir großen Spaß macht, zeitgleich mit anderen dasselbe Projekt zu nähen. Wenn es anfängt, mich zu streßen, lass ich das einfach wieder, aber auf dem Weg dahin gibt es sicher wieder tolle Blogs zu entdecken, und das alleine lohnt – neben dem Superpopupschnitt – den Aufwand schon.

Ich wünsche euch allen ein schönes Winterwochenende.